Schriftgröße

Hausgemeinschaften

Hausgemeinschaften kurz gefasst

Pflegebedürftige und/oder verwirrte ältere Menschen leben in einem sinnlichen, anregungsreichen Milieu eines Altenpflege-heims der etwas anderen Art.

Als Alternative zu klassischen Pflegeheimen gewinnen Hausgemeinschaften zunehmend an Bedeutung. Hausgemeinschaften sind anders gebaute und anders organisierte, quartiernahe Angebote für pflegebedürftige und /oder verwirrte ältere Menschen.

In jeder Hausgemeinschaft leben in einem gemeinsamen Haushalt zwischen acht und zwölf ältere Menschen - ähnlich wie in einer größeren Familie - zusammen. Jeder hat sein eigenes Wohn-/Schlafzimmer (Appartement mit eigenem Duschbad/WC und eigener Diele) und kann darüber hinaus alle Gemeinschaftsflächen der Wohnung (Wohnküche, Wohndiele, Garten, Terrasse etc.) nutzen.

Das Gemeinschaftsleben spielt sich vor allem „rund um den Herd" in der geräumigen Wohnküche der Hausgemeinschafts-Wohnung ab. Die Bewohner beteiligen sich - wenn sie denn können und mögen - an den alltäglichen Aktivitäten in der Küche. Oder sie sitzen ganz einfach dabei und nehmen das Leben in der Wohnküche in sich auf.

Der ganz gewöhnliche Alltag mit seinen aus früheren Tagen vertrauten Bewegungsabläufen, Geräuschen und Gerüchen wird so gleichsam zur Stimulanz und - wenn man so will - zur „Therapie". Die vertrauten Aktivitäten und Dinge und die - im Vergleich zu herkömmlichen Heimen - wenigen und überschaubaren Räume ermöglichen aufgrund ihrer „Kleinräumlichkeit" insbesondere verwirrten älteren Menschen eine wesentlich bessere Orientierung und sorgen so für mehr Sicherheit, Geborgenheit und Lebensqualität.

Das Leben in familienähnlichen Hausgemeinschaften wird von festen Bezugspersonen, den sogenannten Präsenzkräften, begleitet. Sie helfen den Bewohnern beim Anziehen oder beim Anlegen von Verbänden, sie unterstützen die Bewohner dabei, Teile der Mahlzeiten zuzubereiten, oder helfen bei der Herstellung von Kontakten zu Bewohnern, Angehörigen, oder Ärzten. Der Nachtdienst ist wie in herkömmlichen Pflegeheimen auch mit einer Pflegefachkraft besetzt. Bei den meisten Hausgemeinschaften beteiligen sich außerdem Angehörige, Nachbarn, Freunde und ehrenamtliche Helfer in der Regel gern, da sie von der Hauptlast der Pflege und Betreuung entbunden sind.

Diese etwas andere Art eines Altenpflegeheims kostet zudem trotz der auf höchstem Niveau geleisteten Pflege- und Betreuung nicht mehr als herkömmliche Pflegeheime auch.